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Aus Sicht der TCM sollte ein optimaler Zyklus ca. 28 Tage sein und dem natürlichen Mondzyklus folgen. Wenn auch heutzutage nicht damit gerechnet wird, dass Menstruation und Neumond bzw. Ovulation und Vollmond aufeinandertreffen, spiegelt der zyklische Verlauf des Mondes doch anschaulich die Vorgänge des weiblichen Zyklus wieder. Der Zyklus fängt mit dem Ende des alten Zyklus wieder neu an: Die Menstruation ist eine deutliche Ablösung des vorigen Zyklus und zeichnet zugleich den Neuanfang. Ebenso wie der Mond sich von der schmalen Halbsichel mehr und mehr füllt, wird auch in der 1. Zyklushälfte insbesondere das Endometrium aufgebaut. In der TCM wird hier der Fokus auf nähren von Yin und Blut gelegt. In der Mitte des Zyklus gibt es einen „Wendepunkt“: Die Ovulation! Nach zwei Wochen zeigt sich der Mond in seiner ganzen Fülle- ein schönes Abbild der Fruchtbarkeit während des Eisprungs. Der weibliche Körper geht nun in die Yang Phase über- in der westlichen Medizin von dem Hormon Progesteron geprägt und- im Falle einer Befruchtung- die entscheidende Phase über den Erhalt der Schwangerschaft. Mehr über Ihre Möglichkeiten die einzelnen Phasen des Zyklus zu unterstützen, können Sie in meinem Artikel für die AKOM-Zeitschrift lesen.

Eine Störung oder Dysbalance des Körpers kann sich durch einen gestörten Regelfluss zeigen. Hierzu gehören sowohl unregelmäßige oder ausbleibende Zyklen als auch Schmerzen vor oder während der Menstruation. Sollten Sie davon betroffen sein, können Sie hier mehr lesen. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch wird in der Regel zuerst der Zyklus reguliert. Die Kinderwunsch-Behandlung mit der TCM ist hier https://www.naturheilkunde-online.de/58/schwerpunkte/kinderwunsch-sprechstunde Der TCM-Therapeut nutzt den Menstruationszyklus auch als diagnostisches Mittel und behandelt Zyklusstörungen.

Mehr erfahren Sie bei unseren regelmäßigen Vorträgen hier:https://www.naturheilkunde-online.de/b/321/819/vortraege-zum-thema-zyklusregulierung-mit-der-tcm

 

Hier einige Tipps um die jeweiligen Zyklusphasen gut zu unterstützen:

1.Phase
Menstruation

Aus Sicht der TCM:

  • Beginn der Blutung:
    • Leerung des Chong Mai
    • Gesteuert durch Ren Mai
    • Transformation von Yang zu Ying
    • Leber-Qi sorgt für den freien Fluss

Tipps:

  • Eher Ruhe
  • Nach innen richten
  • Leichte, gekochte Kost,
  • Suppen, Eintöpfe
  • Kardamom, Fenchel
  • Streicheleinheiten

2. Phase:

Yin-Phase

Aus Sicht der TCM:

  • Relative Leere an Yin und Blut
  • Aufbau von Yin und Blut für guten und gleichmäßigen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und eine gute Entwicklung des Follikels
  • Prozesse werden gesteuert durch Chong und Ren Mai
  • Genügend Yin für die Produktion des Zervixschleims
  • Qualität von Yin hat Einfluss auf die Reifung der Eizelle

Tipps:

  • Unbekümmert sein
  • Ausgehen
  • Sport nach Belieben,
  • Femoralis-Massage
  • Proteine,
  • Grünes Blattgemüse (gekocht)
  • Algen (bei Schilddrüsenerkrankungen nach Absprache mit Arzt/ Therapeut)
  • Eier
  • Royal Jelly

3. Phase

Ovulation

Aus Sicht der TCM:

  • Transformationsphase von Yin zu Yang
    • Dynamischer Prozess
    • Die Leber sorgt für den gleichmäßigen Fluss aller Energien im Organismus
  • à Alle Spannungszeichen weisen auf eine gestaute Leber-Energie hin
  • Gut genährtes Yin sorgt für spinnbaren Zervixschleim
    • Wichtig, besonders bei Kinderwunsch
  • Uterus öffnet sich für den Empfang der Samenzellen
    • Herz und Niere kommunizieren miteinander
    • Herz-Qi sorgt für Öffnung des Zervix

Tipps:

  • Energie fließen lassen
  • Kreativität
  • Stagnation vermeiden
  • Bewegung fördern
  • nicht schwimmen gehen
  • Leichte, gekochte Kost

 

Bei ICSI/IVF: wichtiger Zeitraum für Akupunktur um die Einnistung zu fördern

Textfeld: Bei ICSI/IVF: wichtiger Zeitraum für Akupunktur um die Einnistung zu fördern4.Phase
Yang-Phase

 

Aus Sicht der TCM:

  • Yang als wärmende Kraft
  • Unterstützung durch Milz-Qi
  • Optimale Durchblutung der Gebärmutter
  • „Nest“ für die befruchtete Eizelle

Tipps:

  • Symptome beachten
  • keine Kältezustände
  • Wärme auf Unterleib und Füße
    • Warmes Fußbad bei Kälte
  • „es sich gut gehen lassen“,
  • Massagen, mehr Bewegung
  • Proteine
  • warme Speisen
  • keine Rohkost!
  • Schnittlauch

4.1 PMS-Phase

Aus Sicht der TCM:

  • Umwandlung von Yang zu Yin
  • Gesteuert durch das Leber-Qi
  • Alle Hinweise auf prämenstruelle Symptome weisen auf eine Stagnation des Qi-Flusses hin

Tipps:

  • schwerverdauliche Nahrung meiden
  •  in Ruhe essen, mehrere kleine Mahlzeiten, gut kauen
  •  Rosmarin, Pfefferminze, Kurkuma, Thymian
  •  Sport, Ausgleich schaffen, Kreativität fördern
  •  Geist beruhigen: Atemübungen, Lachen
  •  Eisprung: Schröpfen Ma 28
  •  Tee aus Mandarinenschale oder Chrysanthemenblüten, roter Dattel, Gojie-Beeren
  •  Mikronährstoffe: Zink (PMS)

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