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KANN MAN MIT QIGONG HEILEN?

Möglichkeiten des Qigong auf entwickelter Ebene

Vorbemerkung:

Bereits in den ersten westlichen Veröffentlichungen zum Thema Qigong war von sagenumwobenen, quasi übernatürlichen Kräften die Rede, über die manche Qigong - Meister verfügen. Es waren in den modernen Wissenschaften ausgebildete Mediziner, wie die Ärztin Frau Dr. Josephine Zöller oder der amerikanische Arzt Dr. Eisenberg, welche diese Phänomene beschrieben und damit große Hoffnungen weckten, derartige Möglichkeiten des Qigong auch hier zu entwickeln. Die Übungen, welche zur damaligen Zeit nach ihrer Verbreitung in China auch im Westen populär wurden, waren hierzu allerdings nicht unbedingt geeignet, so daß diese Kapazitäten des Menschen in den Bann mystischer Spekulation, allenfalls in den Ruf von Ausnahmemöglichkeiten gerieten. Nach der Verbreitung von allgemein gesundheitsfördernden Übungen des Qigong steigt nun in China die Nachfrage nach weiterführenden Übungssystemen. Prof. Guo Bingsen, Qigong - Großmeister aus Dalian ist einer der ersten, die derartige Übungen auch im Westen zu verbreiten sich anschicken. Nach seinen Beobachtungen sind die Teilnehmer von Qigong - Kursen im Westen oftmals sensibler für Qi und die damit zusammenhängenden Phänomene als in China selber. Dies könnte damit zusammenhängen, daß die Teilnahme an derartigen Kursen im Westen oftmals das Ergebnis individuellen Suchens und Hingezogenseins darstellt, während in China Qigong mittlerweile so populär ist wie hierzulande Fußball und keine kulturell bedingten Hemmungen bestehen, es einmal damit zu versuchen. Die Rezeptivität für Qi ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ebenso wie ja auch die Fähigkeit, gut Fußball spielen zu können, nicht nur eine Frage des Trainings ist. An der 1997 gegründeten und von ihm geleiteten Schule für Qigong DAO YUAN werden Übungssysteme vermittelt, welche jene „übernatürlichen" Fähigkeiten des Menschen entwickeln können. Die folgenden Ausführungen begreifen sich im System traditionellen chinesischen Denkens; die Erklärung derartiger Phänomene nach den Kriterien der modernen Wissenschaft wird v.a. in China versucht, doch stößt sie auf die Schwierigkeit unterschiedlicher interpretatorischer Paradigmen: während die modernen Wissenschaften objektivierend vorgehen, die Unabhängigkeit des Beobachters postulieren, ist die Voraussetzung zum Verständnis der Phänomene des Qigong dessen untrennbare Involviertheit mit seinem Gegenstand. Vielleicht ist das Unwahrscheinliche, das Unglaubliche, welches die oben angedeuteten Kapazitäten zu kennzeichnen scheint, vergleichbar dem Unwahrscheinlichen, das ein Krabbelkind angesichts von gehenden, laufenden, springenden Mitmenschen empfinden mag? Die positiven Auswirkungen des Qigong auf Gesundheit und Wohlbefinden wurden wohl von den meisten, die es praktizieren, schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit erfahren. Kursankündigungen singen regelmäßig ein Loblied auf diese wohltuenden, stressmindernden und Körper / Geist / Seele stabilisierenden Übungen. Zurecht.

Aber kann man mit Qigong heilen? - Andere, Mitmenschen, durch Aussenden von Qi im Genesungsprozeß unterstützen?

Vor einigen Jahren war dies in China sehr populär, Qigong - Heiler wurden in Krankenhäusern eingestellt, um Patienten mithilfe von Qi - Übertragungen von ihrer Krankheit zu befreien. Nach den Aussagen von Prof. Guo ging diese Praxis in den letzten Jahren sehr zurück. Die Qigong - Meister waren durch allzuhäufige Qi - Übertragung ausgebrannt. Wie ist dies zu erklären? Die Nieren speichern das ererbte Qi, Yuan - Qi, welches sich im Verlauf des Lebens allmählich bis zum Tode hin verbraucht. Qigong - Übungen setzen diesem natürlichen Verlauf etwas entgegen: im regelmäßigen Praktizieren wird reines, kosmisches Qi aufgenommen, welches sich mit dem Qi der Atmung und dem Qi der Nahrung zu Zong - Qi verbindet. Zong - Qi schützt das ererbte Qi. Auf diese Weise trägt Qigong zur Lebensverlängerung bei, denn Zong - Qi wird vor Yuan - Qi verbraucht. Das Aussenden von Qi ist sehr leicht zu erlernen, die Versuchung, dies dann auch gleich anzuwenden, verständlicherweise groß. Auch im Aussenden von Qi wird zunächst Zong- Qi abgegeben, ist dies verbraucht, geht es dem Therapeuten „an die Nieren". Er sendet sein eigenes, ererbtes Qi aus, unterstützt andere, verkürzt damit aber sein eigenes Leben.

Ein anderes Beispiel: eine junge Frau hatte die Fähigkeit des „Röntgenblicks": ihr Drittes Auge war geöffnet, ihre individuelle Fähigkeit war es, Krankheiten durch bloßes Betrachten genau diagnostizieren zu können. Ein Qigong - Meister bot ihr Zusammenarbeit an, nutzte ihre Fähigkeit aus, ohne ihr entsprechende Übungen zu geben, welche ihr in den Diagnoseerstellungen verbrauchtes Qi wieder ergänzt hätten. Sie verlor diese Fähigkeit. Ein stetig geöffnetes und beanspruchtes Drittes Auge verbraucht viel Energie.

Das Phänomen des „Ausgebranntseins" ist im Westen v.a. bei Ausübenden therapeutischer und helfender Berufe nicht selten zu beobachten. Die Theorie des Qigong würde dies folgendermaßen erklären: Man kann nicht gleichzeitig geben und nicht geben. Wer Aufmerksamkeit und Zuwendung an andere gibt, gibt auch Qi - vielleicht ohne sich dessen selbst bewußt zu sein. Wer andere berührt, in Massage oder anderen Körpertherapien, gibt Qi. Qi durchdringt den gesamten Kosmos, im mitmenschlichen Kontakt wird es ausgetauscht. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren findet ein Niveauausgleich statt, es fließt vom höheren zum niedrigeren Niveau bis Gleichstand erreicht ist. Jeder hat die Möglichkeit, diesen Verlust an eigener Körpersubstanz durch geeignete Übungen auszugleichen, in diesen ausreichend Zong - Qi aufzubauen, so daß Yuan - Qi erhalten bleibt. Der eben erwähnte Austausch von Qi erfolgt zunächst auf unbewußter, nicht entwickelter, quasi natürlicher Ebene.

Der Umgang mit Qi ist aber schulbar: ebenso wie es Übungen gibt, die es ermöglichen, reichlich Qi aufzunehmen und zu transformieren, so gibt es Übungen, welche die Fähigkeit, Qi gezielt abzugeben, auf ein Höchstmaß entwickeln. Im zweiten Teil des von Prof. Guo gelehrten Nei Jing Gong werden derartige Modifikationen des Qi erfahrbar und willentlich erzeugbar: spiralförmiger Fluß der Energie - auch der abgegebenen Energie -, kühlende Yin - Energie usw. Durch diese Übungen wird die aufgenommene kosmische Energie im Übenden transformiert und so bedeutend effektiver in ihrer Wirkung, als wenn sich die Qi - Übertragenden, wie z.B. in manchen anderen Möglichkeiten des Heilens, lediglich als „Kanal" der kosmischen Energie begreifen: diese ist der Rohstoff, dem die genannten Übungen die „genießbare", wirksame Ausprägung geben.

Ein weiteres von Prof. Guo gelehrtes Qigong ist das Fan Teng Gong, welches für Therapeuten ebenso zu empfehlen ist wie für Kranke. Die entgiftenden Übungen, die es beinhaltet, leiten kalte, akut oder potentiell schädigende Energie aus. Für Kranke bedeutet dies den Beginn der Aktivierung der Selbstheilungskräfte, für Therapeuten ein Sich-Frei-Machen von während der Behandlung anderer aufgenommener verbrauchter Energie: im Kontakt von Menschen untereinander wird nicht nur reines, unverbrauchtes Qi ausgetauscht, auch die verbrauchte, potentiell krankmachende Energie gleicht sich nach dem gleichen Prinzip aus, und v.a., wenn das äußere, schützende Wei - Qi des Therapeuten z.B. durch Überarbeitung in schlechtem Zustand ist, wird er sich u.U. die Krankheiten seiner Patienten selber einhandeln. Die Aufnahme von Qi in den Qigong - Übungen stärkt auch das Wei - Qi und vermindert die Anfälligkeit für schädigende äußere Einflüsse.

Eine sehr entwickelte Form der Energieübertragung ist das Energiefeld, welches nur wenige Meister durchzuführen wissen. Hier kommt es bei manchen Teilnehmern aufgrund der im Raum hochkonzentrierten Form der Energie zu spontanen Bewegungen und Äußerungen, ohne daß sie selber absichtlich etwas hinzutäten. Im Energiefeld können Krankheiten dauerhafte Verbesserung erfahren. Dies durfte ich am eigenen Leibe beobachten: Trotz regelmäßigen Übens von Formen des Qigong in Bewegung hatten sich meine Allergien auf eine Weise entwickelt, die nahe daran war, lebensbedrohlich zu werden. Vor allem mein Asthma machte mir zu schaffen, und meine Haut zeigt Schwellungen und Rötungen bei jeder etwas stärkeren Berührung. Das Asthma saß vor allem im rechten Lungenflügel. Während eines Energiefeldes ging durch diesen ein schmerzhaftes Reißen, ich hatte den Eindruck, alles was hier verklebt ist, öffnet sich jetzt. So war dem auch, das Asthma ebensogut wie die Hautphänomene sind sogut wie verschwunden. Andere hatten ähnliche Erfahrungen. Anzumerken ist, daß Prof Guo nachdrücklich auf den Unterschied während eines Energiefeldes einsetzender spontaner Bewegungen und den etwa in der letzten Sequenz des Kranich - Qigong selbst induzierten Bewegungen hinweist: der schützende Raum des vom Meister kontrollierten Energiefeldes ist erstens wirksamer und zweitens hat er nicht das Risiko des „Entgleisens": ebenso wie ein Meister imstande ist, ein Energiefeld in Gang zu setzen, muß er es auch beenden können. Energiefelder kann auch der Meister nicht in beliebiger Häufigkeit durchführen - es sei denn, er möchte auf dieser Ebene der Entwicklung seiner Fähigkeiten stehenbleiben ,- denn Energiefelder verbrauchen, wie jede Form des Qi - Aussendens, sehr viel transformierte, gespeicherte Energie. Sie sind aber sehr beliebt, und anläßlich eines Vortrages wurde Prof. Guo vor dessen Beginn von „Insidern" - hauptsächlich Chinesen, gefragt, ob er ein solches nicht als Abschluß seines Vortrages durchführen wolle. Er lehnte dies ab, denn diese Form der Unterstützung ist seinen Schülern, deren energetisches Niveau hier wesentlich verbessert werden kann, oder aber Kranken vorbehalten, insofern sie sich darauf einlassen wollen. Diese können im Energiefeld eine bedeutende Verbesserung ihrer Fähigkeit zur Selbstheilung erfahren. Das Bedürfnis, von anderen schlichtweg profitieren zu wollen, - in diesem Fall auf der energetischen Ebene - findet auch sonst nicht seine Zustimmung. In einem Zeitungsinterview drückte er es einmal so aus: „Ich bin kein Tablettenersatz". Das eigene Üben seiner Schüler hat für ihn deutliche Priorität.

Die Übungen, die er lehrt, sind intensiv und bis auf die höchste Ebene entwicklungsfähig. Wer z.B. das Nei Jing Gong in allen drei Stufen durchlaufen hat - und dies bedeutet Jahre täglichen, ausdauernden Übens - wird sich u.U. ein ähnliches Niveau erarbeitet haben. Die hier beschriebenen Formen unterrichtet Prof. Guo neben anderen im Rahmen von Dao Yuan - Schule für Qigong. Sein ausdrückliches Ziel ist es, hier in Europa Personen zu finden, an die er sein Wissen so komplett wie möglich weitergeben kann. Die von Dao Yuan angebotene drei- bis vierjährige Qigongausbildung, deren Diplome von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung des Qigong in Dalian signiert und anerkannt werden und die bereits zur Meisterschaft im Qigong hinzuführen vermag, ist dazu nur der erste Schritt.

Die im Westen mitunter als „Mystifikation" angezweifelte Möglichkeit des Qigong, heilende und selbstheilende Prozesse in Gang zu setzen, ist also durchaus gegeben. Deren Voraussetzung sind in beiden Fällen die Praxis dazu geeigneter Übungen ebenso wie deren korrekte Durchführung: selbst das hochpotente Fan Teng Gong muß im Falle einer schweren Krankheit täglich an die zwei Stunden geübt werden, soll es zumindst die Möglichkeit des erwünschten Erfolges eröffnen. Auch Heilungen durch ausgesendetes Qi sind möglich. Prof. Guo besteht mit Nachdruck darauf, daß dies immer nur eine Ergänzung des eigenen Übens sein kann. Insgesamt liegt der große Wert aller Übungen des Qigong in der Krankheitsprohylaxe; wer körperliche Gesundheit erreicht und erhält, kann im Qigong Fortschritte auf anderen Ebenen machen.

Adresse der Schule und der Verfasserin: Dao Yuan - Schule für Qigong Edith Guba Erlenstr. 68 D 28199 Bremen

Das Wissen um die in diesem Artikel dargestellten Zusammenhänge des Qigong habe ich Prof. Guo zu verdanken; die erwähnten Beispiele entstammen seinen eigenen erläuternden Ausführungen im Verlauf seines Unterrichts.

 

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