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Hashimoto? Basedow? Endokrinopathie? Eine weitreichende Diagnose....

1. Die Sicht der Schulmedizin:

Immer häufiger wird bei unseren Patienten – nicht selten auch sehr voreilig!- die Diagnose einer Hashimoto-Thyeroiditis gestellt. Ausschlaggebend sind neben meist unspezifischen, häufig vorkommenden Beschwerden wie leichte Erschöpfbarkeit oder nervösen Störungen erhöhte Blut-Meßwerte. Hier nun einige Details zum Hintergrund:

  • Es wird ein erhöhter TSH-Wert gemessen. Dieser Wert zeigt, dass die Hypophyse vermehrt die Schilddrüse stimulieren muss. Dann erst werden ausreichend Schilddrüsenhormone produziert, die z.B. für den Stoffwechsel und das gesamte „Vegetativum“ sehr wichtig sind.
  • In Deutschland existiert bei etwa 1,2% der Bevölkerung ein erhöhter TSH-Wert mit und ohne tatsächliche Unterfunktion der Schilddrüse, d.h. auch oft ohne irgendwelche spürbaren Symptome.
  • Frauen erkranken circa 8–10mal häufiger als Männer.

Eine Hashimoto-Thyreoiditis entwickelt sich durch eine Störung des Immunsystems, mit einer unzureichenden Antwort des Organismus auf schilddrüsenspezifische Autoantigenen. Die Folge ist der teilweise Untergang von Schilddrüsengewebe. Wenn zum Ausgleich dazu die Stimulation durch die Hypophyse nicht reicht, kann es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Bemerkenswert ist es, dass die erhobenen Laborbefunde heutzutage als ein Hinweis auf ein allgemein aus der Balance geratenes Immunsystems gelten kann, denn viele der von der Hashimoto-Thyreoiditis betroffenen Menschen leiden auch an anderen Autoimmunproblemen, wie Allergien oder Colitis ulcerosa.

Als Ursachen stehen besonders die familiäre Häufung, sowie ein übermäßiger Jodverzehr im Vordergrund. Ein Zusammenhang zwischen der erhöhten Jodversorgung aufgrund des bei uns seit den 90er Jahren betriebenen Salzjodierungs-Programms und einer Schilddrüsenautoimmunität werden diskutiert, eine übermäßige Jodzufuhr kann jedenfalls diese Erkrankung auslösen.

Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis wird gestellt:

  • eine Erhöhung der Antikörper gegen thyroidale Peroxidase und gegen Thyreoglobulin. (10fache Erhöhung der Antikörper)
  • Schilddrüsendysfunktion
  • eine Veränderung im Ultraschall
  • klinische Beschwerden
  • Im Labor werden die Werte TSH, freies Thyroxin (fT4) und freies Trijodthyronin (fT3) untersucht.

Als wichtigste schulmedizinische therapeutische Maßnahme gilt die Substitution mit L-Thyroxin, um die Stoffwechsellage (bei einer Unterfunktion !) zu normalisieren. Zusätzlich zu der Einnahme von Schilddrüsenhormon wird - auch aus unserer Sicht - die Einnahme eines Selenpräparates empfohlen.

2. Die Sicht der chinesischen Medizin

.......handelt es sich bei diesen Autoimmun- und Stoffwechselproblematiken sowohl beim Hashimoto als auch beim M.Basedow und der Endokrinopathie um eine Fehlsteuerung von Milz, Niere, Leber und Lunge. Das Immunsystem wird aus TCM-Sicht weitgehend durch die Lunge gesteuert, vielerlei Aspekte des Hormonsystems können durch eine Regulierung der Nieren-Energie behoben werden. Stress, Verausgabung bis hin zum „Burn out“ bewirken eine Erschöpfung der Reserven- und dort können wir mit Regulierung der Lebensweise, angepasster Ernährung, Akupunktur und Heilkräutern viel erreichen.

Das Immunsystem wird heutzutage bei uns durch Umweltgifte, Stress, aber auch durch übermäßige Antibiotikabehandlungen und Impfungen sehr belastet. So kommt es zu Über- und Fehlregulationen, bis hin zum „Kampf gegen den eigenen Organismus“ bei den Autoimmunkrankheiten wie eben der Hashimoto-Thyreoiditis. Die ausgesprochen feinen und überaus wirksamen Möglichkeiten unseres Körpers zur Abwehr verkümmern (Infektanfälligkeit) oder „laufen ins Leere“ bei den Allergien.

Akupunktur und Kräuter- auch hier wieder gute Möglichkeiten in der TCM-Praxis, neben Essen und Bewegung! Die "Nadeltherapie" kann das Immunsystem steuern, Blockaden auflösen und die Reste von jahrzehntelang im Organismus verbliebenen Infekten ausleiten. Viele chinesische Kräuter haben eine positive Wirkung auf das aus der Kontrolle geratene Immunsystem - je nach klassicher TCM-Diagnose. Daneben hat sich aber auch eine alte, einfache naturheilkundliche Methode bei mir bewährt: die Eigenblutbehandlung. Hierbei wird eine kleine Menge Blut aus der Ellenbogenvene abgenommen und in das Gesäß unverändert wieder injiziert. Einfach, aber wirksam! Und, nicht zu vergessen- die Moxibustion: Das regelmäßige Erwärmen von Akupunkturpunkten wie Magen 36 unter dem Knie stärkt und reguliert das Immunsystem!

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TCM Praxis Noll
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