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Gua Sha- eine besondere Schabetechnik

Des Öfteren erklären wir unseren Patienten, dass die Chinesische Medizin zwar nahezu nebenwirkungsfrei ist, aber dennoch nicht unbedingt der Vorstellung von „sanfter Medizin“ entspricht. Dies wird bei der Anwendung der Behandlungstechnik „Gua Sha“ durchaus deutlich: Auch wenn die Empfindung und der Schmerzgrad sehr unterschiedlich ausfallen, sind doch alle Patienten zu Recht irritiert beim Anblick der rötlichen „Striemen“ am Rücken .

Was bedeutet Gua Sha?

Gua bedeutet wörtlich übersetzt „reiben“ oder „schaben“, Sha beschreibt den Zustand der Veränderung der Hautoberfläche. Diese Methode stammt aus der Volksheilkunde und wird fast im ganzen asiatischen Raum seit Jahrhunderten angewendet um Krankheiten zu behandeln. Der Name der Schabetechnik variiert dabei in den verschiedenen Ländern.

Traditionell wird mit einem abgerundeten Tierhorn, Porzellanlöffeln oder Jadescheiben auf der eingeölten Haut gerieben, bis sich auf der Hautoberfläche kleine Petechien ergeben. Durch weiteres Schaben werden die Areale der Petechien größer und eher dunkelrot. Praktischer als traditionelle Hilfsmittel haben sich die Deckel von Einweggläsern erwiesen, da die abgerundete Kante eine optimale Form aufweist. Behandelt wird entlang der Meridiane und meistens am Rücken und im Schulter-Nacken-Bereich. Theoretisch kann jedoch am ganzen Körper geschabt werden.

Wann wird Gua Sha angewendet?

Die Indikationen für diese Schabetechnik sind sehr unterschiedlich und reichen von Muskelverspannungen und Blockaden über Fieberzustände, chronische Erkrankungen, akute Infekte und vieles mehr.  Für den Therapeuten entscheidend ist, dass sich durch einfaches Drücken auf der Hautoberfläche eine Rötung bildet- die Indikation für tieferliegendes „Sha“. Nicht angewendet werden sollte Gua Sha bei ausgesprochener Schwäche/Leere des Patienten und Verletzungen der Hautoberfläche.

Wie wirkt Gua Sha?

Durch das Reiben der Haut wird die Durchblutung der Muskeln und besonders auch des Bindegewebes angeregt. Bei Steifheit und Schmerzen des Bewegungsapparates ist oft eine sofortige Besserung zu spüren. Im Falle einer Blutstagnation tritt das Blut aus dem Gewebe heraus und regt so die Neubildung von Blut und die Zirkulation der Körperflüssigkeiten an. Sichtbar wird dieses durch die entstandenen Petechien.

Bei akuten Erkrankungen wird durch Gua Sha der eingedrungene pathogene Faktor über die Oberfläche nach Außen transportiert und  die Heilung beschleunigt. Wenn dieses nicht geschehen ist, kann nach chinesischer Sicht das Pathogen tiefer eindringen und den Organismus längerfristig stören (chronische Erkrankungen). Durch wiederholtes Schaben kann die Ausleitung des Erregers unterstütz werden.

Die Abwärtsbewegung während der Behandlung hilft zusätzlich bei Husten und Asthma um das Qi der Lunge wieder abzusenken.

Auch Hitze zum Beispiel bei einer Neurodermitis wird gekühlt.

Durch die verbesserte Zirkulation können auch Stoffwechsel-Endprodukte oder aufgenommene Schadstoffe leichter abtransportiert und im Gegenzug Nährstoffe besser aufgenommen werden.

Was sollte der Patient noch wissen?

Wie schon erwähnt, sind die Empfindungen sehr unterschiedlich: besonders bei Blutstagnation wird der Schmerz als eher unangenehm und bohrend beschrieben, insgesamt ist die Behandlung an sich selten angenehm, jedoch gut auszuhalten. Die „Erleichterung“ und Verbesserung im Nachhinein dafür umso deutlicher!

Am Behandlungstag sollte viel getrunken und noch geruht werden. Direkte Sonneneinstrahlung, Wind und körperliche Belastungen sollten vermieden werden.

Mehr Informationen können sehr anschaulich in dem Buch „GUA SHA“ von Arya Nielsen nachgelesen werden:

https://www.naturmed.de/produkt/gua-sha-nielsen-a-2/?highlight=arya

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