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Lachesis muta (Das Gift der Buschmeisterschlange)

von Gerd Aronowski
Fortsetzung aus NHP 07/99



2.9 Denkfähigkeit und Lernen
Oft besteht eine große Leichtigkeit geistige Arbeit zu verrichten. Besonders abends und nachts können die Kranken besonders konzentriert denken und arbeiten.

Aber ebenso häufig werden wir den gegenteiligen Erschöpfungszustand antreffen. Den Patienten bekommt die geistige Arbeit nicht, sie bekommen darauf verschiedenste Beschwerden.

2.10 Hellsicht
Zuweilen treffen wir ein prophetisches Wahrnehmungsvermögen an.

3 Träume
Bei den Träumen finden wir die Wiederholung wichtiger Geistes- und Gemütszustände. Dementsprechend nehmen die Träume von Schlangen, vom Tod, Alpträume, Verfolgungsträume und Träume mit erotischen Inhalten eine übergeordnete Bedeutung ein.

4 Schlaf
Pathologie
Das Einschlafen vor Mitternacht ist oft erheblich durch Gedankenzustand und einfach durch geistige Munterkeit gestört. Die Schlafqualität ist insgesamt schlecht.
Begleitbeschwerden
Hier sind Gedankenzudrang, Atemnot, Schlafapnoe, Herzbeklemmung und Unruhe zu nennen.

Modalitäten
Die Patienten schlafen sich in viele Beschwerden hinein. Linksseitenlage ist oft wegen Herzbeklemmung unmöglich.

Zeiten
Die Patienten fühlen sich morgens oft allgemein ausgesprochen elend.

6 Kopf außer Kopfschmerz

Pathologie
Es besteht starke Tendenz zum Blutandrang. Es ist ein wichtiges Mittel bei der Apoplexie und bei Gehirnblutungen mit all seinen dazugehörigen eventuellen Muskellähmungen und Sprachlähmungen.

Oft ist eine Hyperästhesie der Kopfhaut gegenüber Berührung anzutreffen.

Empfindungen
Große Hitze

Orte
Die linke Seite wird bekanntermaßen bevorzugt betroffen.

Begleitsymptome
Oft bestehen trotz Kongestion zum Kopf kalte Füße.

Modalitäten
Die Kongestion wird vor allem durch Unterdrückung der Menses und während des Klimakteriums verstärkt.

7 Kopfschmerzen
Pathologie
Die Kopfschmerzen können kongestiven oder katarrhalischen Ursprungs sein. Oft angezeigt ist das Mittel aber auch bei Kopfschmerzen im Klimakterium und bei der Migräne.
Empfindungen
Die Kopfschmerzen werden als intensiv klopfend, berstend oder als wogend empfunden.

Orte
Die Kopfschmerzen können grundsätzlich an jedem Ort auftreten. Typisch ist sicher die Linksseitigkeit und auch die Kopfschmerzen, die auf der linken Seite beginnen und sich auf die rechte Seite ausdehnen. Ebenso der Kopfschmerz an der Nasenwurzel.

Begleitbeschwerden
Die Begleitbeschwerden des Kopfwehs können zahlreich sein. Wichtig erscheint mir das Nasenbluten und der Blutandrang zum Kopf.

Modalitäten

Verschlechterung
Verschlechterung der Kopfschmerzen tritt vor allem durch Wärme und warme Anwendungen, Sonne und schwülwarme Witterung auf. Föhnwind wird nicht vertragen. Auch in den Übergangsjahreszeiten Frühjahr und Herbst besteht große Anfälligkeit für Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen treten häufiger vor und nach der Regel auf. Auch wenn ein Schnupfen nicht recht in Gang kommen will ruft dies gerne Schmerzen hervor und kann Lachesis indizieren. Oft schlafen die Patienten ohne Kopfschmerzen ein und erwachen im Laufe der Nacht oder am Morgen früh an Kopfschmerzen. Liegen verschlechtert. Die Schmerzen scheinen geradezu mit der Dauer des Schlafes zuzunehmen und so besteht oft auch Kopfschmerz an Tagen an denen die Patienten lange ausschlafen können. Alkohol wird ebenfalls sehr schlecht vertragen. Im Klimakterium können die Kopfschmerzen sehr stark werden.

Besserung:
Gebessert werden die Beschwerden sehr durch das in Gang kommen von Absonderungen. So geht es den Patientinnen besser während der Menstruationsblutung, wenn Nasenbluten einsetzt oder der Schnupfen zu fließen beginnt. Auch Druck von außen bessert.

Zeit
Der Kopfschmerz ist schlechter morgens.

8 Augen
Pathologie
Das Mittel hat die Tendenz Blutungen hervorzubringen. Dementsprechend ist es eines der bei Netzhautblutungen in die Wahl zu ziehendes Mittel.
Orte
Linksseitigkeit

9 Ohren
Pathologie
Das Mittel kann bei Otitiden angezeigt sein.
Orte
Hier wird uns die Seitigkeit (links) hilfreich bei der Mittelwahl sein oder der Umstand, daß die Ohrenschmerzen links begonnen haben und auf die rechte Seite übergegangen sind.

10 Nase
Pathologie
Das Mittel ist bei Schnupfen vor allem dann angezeigt, wenn dabei die Absonderung lange nicht in Gang kommen will und dabei ein schlechtes Allgemeinbefinden besteht. Die Nasenlöcher und die Oberlippe sind durch die Schärfe des Schnupfensekrets häufig sehr wund und schorfig. Der Schnupfen kann in einen eitrigen, langwierigen und komplizierten Schnupfen übergehen, den die Patienten unbehandelt nicht mehr so schnell los werden oder der in eine chronische Sinusitis übergeht. Viele Beschwerden werden besser, sobald der akute Schnupfen ausreichend fließt.
Lachesis ist ebenfalls eines unserer Hauptmittel bei der Behandlung der Epitaxis. Das Blut kann dabei auffallend dunkel sein und trotzdem nicht so richtig gerinnen wollen.

Die äußere Nase kann durch starke Rötung oder livide Farbe auffallen.

Begleitbeschwerden
Bis zum Eintreten der Schnupfenabsonderung bestehen oft Kopfschmerzen.

Modalitäten
Die Epitaxis tritt gehäuft vor der Menses oder bei unterdrückter Menses auf

11 Gesicht
Pathologie
Die Patienten können uns schon rein äußerlich durch ihr elendes, eingefallenes, abgehärmtes Gesicht auffallen. Oft sehen wir ein gelbliches Hautkolorit mit abgesetzter Wangenröte.
Auch erweiterte Venen an den Wangen sind ein gutes Indiz für unser Mittel. Die Hautzeichnung kann dabei als netzförmig auffallen und die Wangen haben oft eine livide Farbe.

Die Lippen können eine ähnliche livide, zyanotische Farbe aufweisen.

Orte
Gesichtsschmerzen sind zumeist links lokalisiert.

12 Zähne, Zahnfleisch
Pathologie
Hier möchte ich nur die Blutungstendenz des Zahnfleisches aufführen, das ebenfalls livide aussehen kann.Es ist neben Arnika und Phosphor ein wichtiges Mittel bei profusen Zahnfleischblutungen nach Zahnextraktion.
Modalitäten

Verschlechterung
Die Zahnschmerzen verschlechtern sich im Schlaf, durch warme Speisen und Getränke (aber auch durch Kaltes), wenn die Regelblutung unterdrückt oder spärlich ist und im Frühjahr.

13 Mund
Pathologie
Es besteht Neigung zu Schleimhautblutungen.
Die Sprache ist schnell, manchmal auch durch Lähmungserscheinungen der Zunge erschwert bis hin zur Aphasie.
Die Zunge ist häufig nicht belegt oder bräunlich belegt. Beim Herausstrecken stößt sie an der vorderen Zahnreihe an. Beim Herausstrecken zittert oder oszilliert sie.

14 Hals
Pathologie
Der Hals ist ein Hauptansatzpunkt für diese Mittel.
Es ist hilfreich bei Entzündungen verschiedener Genese. Von der unkomplizierten Angina bis hin zur abszedierenden und phlegmonösen Form. Die Rachenschleimhaut ist oft sehr gerötet oder sogar livide, das Gaumensegel zuweilen erheblich geschwollen, ödematös. Die Rachenschleimheit neigt sehr zur Anschwellung, so daß Atemkomplikationen auftreten können.
Das Mittel hat sich in zahlreiche Fällen bei Tonsillitiden bewährt. Die Rachenschleimhaut ist häufig sehr trocken oder wird subjektiv als trocken empfunden.
Das Schlucken ist bei Erkrankungen im Halsbereich oft erheblich gestört. Das Mittel ist neben anderen auch ein Mittel bei Schilddrüsenerkrankungen, vor allem wenn hyperthyreote Stoffwechsellage vorliegt.

Empfindungen
Es wird über Brennen, Schwellungsgefühl, Engegefühl wie zugeschnürt und Fremdkörpergefühl wie ein Klumpen oder Kloß geklagt. Das Fremdkörpergefühl veranlaßt zu beständigem Schlucken, kommt aber beim Nichtschlucken wieder.

Orte
Die linke Seite ist häufiger befallen. Von dort aus nehmen die Halsschmerzen zumeist ihren Ausgangspunkt. Der Schmerz wird zuweilen an genau zu lokalisierenden kleineren Stellen empfunden.

Erstreckung
Die Halsschmerzen erstrecken sich zu den Ohren.

Modalitäten

Verschlechterung:
Das Leerschlucken und das Schlucken von Flüssigkeiten bereitet besonderes Beschwerden. Enge Krägen und Berührung durch Kleidung, selbst wenn diese nur geringfügig ist, wird am Halse nicht vertragen. Warme Getränke verschlechtern die Halsschmerzen. Die Patienten schlafen sich oft in ihre Halsschmerzen hinein und erwachen an den Beschwerden.

Besserung:
Feste Speisen können leichter geschluckt werden. Kalte Getränke werden bei Halsschmerzen als angenehm und lindernd empfunden.

Zeit
Verschlechterungszeiten sind spät abends, nachts und morgens.

15 Magen
Pathologie
Es besteht Neigung zum Aufstoßen großer Mengen, welches den Zustand des Patienten bessert. Verdauungsschwäche, Dyspepsie sind ebenfalls ein Charakteristikum des Mittels.
Bei den Nahrungsmittelmodalitäten finden wir Verlangen nach Alkohol, stärkehaltigen Speisen, Pikantem und Austern. Abneigung und Unverträglichkeit besteht gegenüber Tabak.

Viele Krankheitsbeschwerden werden von Erbrechen begleitet.

17 Abdomen
Pathologie
Das Mittel kann angezeigt sein bei Magen- und Bauchkoliken. Es besteht Blähungsneigung, das Mittel hat entschiedenen Einfluß auf die Leber und ist ein großes Mittel bei Ikterus. Auch Gallensteinleiden können durch das Mittel günstig beeinflußt werden. Bei Darmblutungen und Kolitis ulcerosa muß man neben anderen Mitteln auch an Lachesis denken.
Empfindungen
Kolikartige Leibschmerzen, Engegefühl und Zusammenziehen sind die hauptsächlichen Empfindungen im Abdomen.

Modalitäten

Verschlechterung
Schon leichter Druck der Kleidung wird als unerträglich empfunden. Selbst die Bettdecke erscheint als unangenehm und wird hochgehoben.

Besserung
Lockern der Kleidung und des Gürtels bessern.

18 Rektum, Anus, Stuhl
Pathologie
Es ist ein hilfreiches Mittel bei Hämorrhoidalleiden. Die Stühle haben häufig aashaften übelriechenden Charakter. Der Stuhldrang ist manchmal vergeblich und es besteht eine Tendenz zur Hartleibigkeit mit schafskotartigen Stühlen, aber auch Diarrhoe oder der Wechsel zwischen beidem ist nicht selten. Zuweilen befindet sich Blut im Stuhl. Der After kann krampfhaft verschlossen sein.
Modalitäten

Verschlechterung
Die Hämorrhoidalbeschwerden treten häufig bei spärlicher oder unterdrückter Regel auf.


20 +21 Geschlechtsorgane
Pathologie
Der Sexualtrieb ist bei beiden Geschlechtern sehr angeregt.

21 Weibliche Geschlechtsorgane
Pathologie
Das Mittel findet großen Einsatz beim Prämenstruellen Syndrom mit all seinen Begleiterscheinungen wie Reizbarkeit, Deprimiertheit, Kopfschmerzen und Hitzewallungen.
Die Regelblutung ist oft hochgradig schmerzhaft. Das Intervall verzögert, die Blutung zu spärlich und zu kurz dauernd. Das Blut dunkel bis schwarz und wundmachend.

Es ist ein hilfreiches Mittel bei klimakterischen Metrorrhagien und insgesamt bei den Erscheinungen der Wechseljahre. In den Wechseljahren ist es neben Sepia und Sulfur unersetzlich. Die Eierstöcke fallen ebenfalls unter den Wirkungsbereich des Mittels. Besonders Schmerzen und Ovarialzysten links können durch das Mittel geheilt werden.

Begleitbeschwerden
Vor der Menses besteht große Arbeitswut. Wir treffen vor der Menses Geschwätzigkeit an, Kopfschmerzen, Engegefühl am Hals und beim Einsetzen der Menses Bauchschmerzen.

Modalitäten

Verschlechterung
Das Ausbleiben der Menses verschlechtert den Allgemeinzustand der Patientinnen sehr. Ebenso wenn die Menses ins Stocken kommt. Warme Räume werden nicht vertragen und ebensowenig enge Kleidung. Besserung tritt durch den Blutfluß der Regel ein.


22 Atemwege
Pathologie
Im Bereich der Atemwege besteht eine Fülle von Symptomen. Ich möchte mich nur auf die prägnantesten beschränken. Es ist ein hervorragendes Mittel bei nächtlichen Asthmaanfällen und auch bei Heuasthma. Weniger bekannt ist, daß sich das Mittel auch bei Asthma durch Tierhaarallergien bewährt hat. Es konkurriert hier mit Pulsatilla, Sulfur und Tuberkulinum.
Besteht Auswurf, so ist dieser nicht selten blutig.

Typisch für das Mittel ist auch ein Aussetzen der Atmung im Moment des Einschlafens. Damit verbunden ist Angst und ein Erstickungsgefühl. Auch bei apnoischen Zuständen während des Schlafes ist das Mittel hilfreich.

Empfindungen
Im Bereich der Atemwege sind die vorherrschenden Empfindungen das Erstickungsgefühl mit Angst, Engegefühl und das Zusammenschnüren.

Modalitäten

Verschlechterung
Die Beschwerden werden schlechter durch einengende Kleidung am Hals und Oberkörper, selbst wenn der Kleidungsdruck nur geringfügig ist; nach dem Schlaf; durch warme Räume, warme Witterung und durch Tabakrauch.

Besserung
Besserung tritt im Freien, Kühlen und bei Lockerung der Kleidung ein. Zeiten
Verschlechterungszeit ist nachts und in den frühen Morgenstunden.


23 Herz, Kreislauf
Pathologie
Lachesis wirkt (wie alle Schlangengifte) ganz entschieden auf das Herz und Gefäßsystem.
Auf der einen Seite finden wir viele Symptome, die auf eine stürmische Herztätigkeit hinweisen, auf der anderen Seite auch Beschwerden infolge von Herzschwäche.
Zum ersten Aspekt wäre zu sagen, daß das Mittel starke Kongestion zu Brust und Kopf erzeugen kann. Besonders im Klimakterium bestehen tumultöses Herzklopfen und Hitzewallungen. Lachesis ist auch eines der Heilmittel bei arterieller Hypertonie. Es ist ebenfalls eines der hochrangigen Mittel bei organischen Herzkrankheiten, bei Angina pectoris und Herzinfarkt.

Anzeichen für die Herzschwäche finden wir in Hypotonie, schwachem unterdrückbarem, kaum fühlbarem und beschleunigtem Puls, in der Kollapsneigung und den zahlreichen Symptomen die auf Zyanose schließen lassen. Auch die beständige Neigung zu kalten Füßen möchte ich bei diesem Mittel als funktionelle Herzschwäche deuten.

Es besteht große Blutungsneigung. Die Blutungen können wir in fast allen Gewebs- und Organsystemen finden. Das Blut will nicht gerinnen und sieht dunkel, fast wie verbrannt aus. Das Mittel hat sich aber auch bewährt bei der Tendenz zu Thrombosen- und Emboliebildung. Es ist ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Apoplexien. Bei venösen Beschwerden finden wir das Mittel angezeigt bei Venenerweiterung und Varikosis.

Begleitsymptome
Begleitsymptome im Bereich der Herz-Kreislauferkrankungen sind Angst, Schwäche, und kalte Glieder, besonders der Füße.

Modalitäten

Verschlechterung
Die Beschwerden sind schlechter beim Liegen; im Schlaf; durch Linksseitenlage; Wärme, warme Anwendungen, in der warmen Jahreszeit, insbesondere bei schwülwarmer Witterung und Föhn.

Besserung
Besserung tritt durch Aufsitzen; ebenso an der kühlen Luft und durch Lösen der Kleider ein.

25 Bewegungsapparat
Pathologie
Im Bereich des Bewegungsapparates wäre viel zu sagen, aber es gibt wenige wirklich mittelweisende Symptome. In mehreren Fällen bei Kindern, die durch dieses Mittel geheilt wurden, ist mir aufgefallen, daß diese zuvor eine Tendenz hatten ihren Körper spielerisch aber sonderbar zu verrenken, welches die Eltern als nervöses Verhalten deuteten und was sie nach der Behandlung nicht mehr taten.
Begleitbeschwerden
Bei sehr vielen Leiden finden wir als Begleitsymptom Kälte der Extremitäten an, die nicht durch äußere Wärme behoben werden kann.

Orte
Die linke Seite ist häufiger betroffen, wobei wir im Bereich der unteren Extremitäten auch sehr häufig auf rechtsseitige Beschwerden treffen. Man sollte sich also durchaus die "Überkreuzbeziehung" oben links unten rechts merken.

Modalitäten
Verschlechterung
Berührung und Kleiderdruck verschlechtert die Gliederschmerzen.

27 Fieber
Pathologie
Das Mittel konkurriert mit Arsenicum bei septischen Fiebern. Es ist ebenfalls bei Fiebern typhösen Charakters in Erwägung zu ziehen. Nicht nur die Kälte der Extremitäten ist typisch für das Mittel, sondern auch die Hitze der Fußsohlen abends und nachts.
Begleitbeschwerden
Beim Fieber können folgende Begleitsymptome auffallen: Petechien, Ikterus, Kälte der Glieder, Trockenheit des Mundes und beständiger Durst, Brennen in den Handtellern.

Modalitäten

Verschlechterung
Schlechter nach Schlaf

Zeiten
schlechter nachts

28 Schweiß
Modalitäten
Viele allgemeine Beschwerden werden besser beim Einsetzen von Schweißabsonderung.

29 Haut
Pathologie
Es besteht eine starke Tendenz zum Gewebszerfall. Dies kann vom leichteren Decubitus bis über die Nekrose zum Gangrän gehen. Hier konkurriert das Mittel mit Arsenicum album.
Wunden bluten zumeist stark (selbst kleine Wunden) und haben schlechte Heilungstendenz. Sie können zu bösartigen Geschwüren werden. Die Absonderungen können übelriechend, mit dunklem zersetztem, schlecht gerinnendem Blut durchsetzt oder auch eitrig sein. Die Verletzungen haben häufig ein livides Aussehen oder zumindest bestehen livide Wundränder. Die Haut hat allgemeine Tendenz zur lividen, purpurfarbenen, bläulichen Verfärbung, welche zuweilen auch als Marmorierung in Erscheinung tritt.

Modalitäten

Verschlechterung
Berührung und Wärme verschlechtert die meisten Hautbeschwerden.

Zusammenfassung der Hauptaspekte
Das Mittel findet häufig Anwendung bei folgenden Krankheitszuständen:
Krankhafte Eifersucht; Depression; Alkoholismus; Delirium Tremens; Pathologischer Rauschzustand; Psychosen; Erstickungsanfälle beim Einschlafen; Schlafapnoe; Apoplexie, Kopfschmerzen; Migräne; Netzhautblutungen; Otitiden; Epitaxis; Sinusitis; Blutung nach Zahnextraktion; Aphasie; Angina; Tonsillitis; Hyperthyreose; Lebererkrankungen; Ikterus; Gallenleiden, Darmblutungen; Hämorrhoidalleiden; Satyrismus; Nymphomanie, Prämenstruelles Syndrom; Dysmenorrhoe; Amenorrhoe; Ovarialzysten; Klimakterische Beschwerden; Asthma bronchiale; Heuasthma; Tierhaarallergie; Blutungsneigung; Hypertonie und Hypotonie; Angina pectoris; Thrombosen; Zyanose; Herzinsuffizienz; Organische Herzkrankheiten; Sepsis; Varizen; Panaritien; Karbunkel; Geschwüre; Ulcus cruris; Gangrän; Krebsartige Leiden; Epilepsie.
Empfindungen
Klopfen; Brennen; Engegefühl; Zusammenschnüren; Kloßgefühl.

Seitenbeziehung
Lachesis ist das Mittel mit ausgeprägtester Linkslateralität. Die Beschwerden beginnen häufig links und können dann auf die rechte Seite übergehen. Oben rechts, unten links.

Begleitbeschwerden
Eifersucht; Mißtrauen; Geschwätzigkeit; Streitsucht; Unruhe; großer Gedankenzudrang; Schläfrigkeit; Kopfschmerzen; Blutandrang zum Kopf; Nasenbluten; livide Verfärbungen der Haut und Schleimhaut; verstärkter Sexualtrieb; Hitzewallungen; Frösteln und Schaudern, Kälte der Extremitäten; dunkle Blutungen die nicht gerinnen; schwacher Puls; Ikterus; Durst.

Modalitäten

Verschlechterung
Folge von Kummer; Folge von Eifersucht; Folge von geistiger Überanstrengung; Berührung; Kleiderdruck selbst leichter, insbesondere enger Kragen und Gürtel; Liegen; Linksseitenlage. Schläft sich in die Verschlimmerung hinein (bei leichten Beschwerden wird dies vielleicht erst in den frühen Morgenstunden gespürt, bei stärkeren Beschwerden bald nach dem Einschlafen); nach Schlaf; vor der Regel, nach der Regel, bei unterdrückter (oder schwacher) Regel; im Klimakterium; bei Unterdrückung aller Absonderungen; alle Arten von Wärme (warme Anwendungen; warme Getränke und Speisen; warme Witterung); im Frühjahr, Sommer (auch Sonnenbestrahlung) und Herbst; Föhnwetter; Alkoholgenuß; Schlucken (vor allem Speichelschlucken und Schlucken von Flüssigkeiten) und nach Narkosen.

Besserung
Aufmunterung und Ablenkung; während Menses; an der kühlen Luft; kalte Getränke und Anwendungen; durch Lockern der Kleidung und durch angefächelt werden.

Zeiten
Schlechter nachts und morgens.



Literatur:


Farrington, E.A., Klinische Arzneimittellehre, hrsg. v.C. Bartlett, Göttingen 1985
Hering, C., The Guiding Symptoms of our Materia Medica, Volume 6, hrsg. v. Jain Publishers Prt. LTD, Dehi 1995
Jahr, G.H.G., Ausführliche Arzneimittellehre, hrsg. Von Bernd von der Lieth, Verlag für homöopathische Literatur Hamburg; Nachdruck der Ausgabe 1848
Kent, J.T., Kents Arzneimittelbilder: Vorlesungen zur homöopathischen Materia medica, übersetzt von Edward Heits, Heidelberg 1997
Keller und Künzli, Kents Repertorium 12. Auflage, Haug, Heidelberg 1991
Lippe, A.; Grundzüge und charakteristische Symptome der Homöopathischen Materia Medica, Burgdorf Verlag, Göttingen 1992
Metzger, J., Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre, Bd 2, Haug, Heidelberg 1995
Morrison, R., Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, Kai Kröger Verlag, Groß Wittensee 1997
Phatak, S.R., Materia Medica of Homeopathic Medicines, Bombay 1982
Seideneder, A., Materia medica synthetica, Mitteldetails der Homöopathischen Arzneimittel in drei Bänden, Similimumverlag 1999
Anschrift des Verfassers:
Gerd Aronowski
Uhlandstr. 8
78464 Konstanz



Diese Informationen und Veranstaltungshinweise
finden Sie auch in der Zeitschrift Naturheilpraxis des Pflaum-Verlages:


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